Mittwoch, 27. Juni 2007

Jog jog jog

Etwas banal, ich gebs zu, aber:
Der Erfolg meiner Ex-Mitbewohnerin und Ex-Mitjoggerin Johanna beim letzten Züri-Marathon hat mich mit-motiviert, es auch zu versuchen. Wenigstens die Hälfte, dafür in der halben Zeit. Ursprünglich war ja angedacht, es Barfuss zu machen, aber es soll ein bar körperliches Ereignis bleiben und nicht ein semi-religiöses, was beim Kontakt von 20 Kilometern spitzem Kies und einem halben Zentimeter rauhen Sohlenfleisches unweigerlich passiert.
Apropos. Später im Sommer ist ein "Hungerwandern" oder "Fastenwandern" geplant, wo wir durch die prächtigsten Gegenden der Schweiz wandern :)

Jedenfalls: Ich habe mich für den Greifenseelauf angemeldet. Der Plan ist, ihn unter 2 Stunden zu umrunden, wofür ich im Schnitt alle 3 Tage Joggen geh.

Die 5,5km Runde
Die kleine Runde


Über den Üetliberg (s.u.) zu rennen, wird er gerade von Abendrot überflutet – es gibt wenig Schöneres :)

Joggen Üetliberg
Das Abendrot Special :)


Spannend wie sich die Motivation steigert, wenn man sich nur ein kleines Ziel setzt! (Eigentlich gehört ja Joggen für mich zu den langweiligsten Sportarten, dann viel lieber Basketball – jedenfalls gut wenn Ernie auch mitrennt wie so üblich... Trotzdem: Ich hab mir das jetzt in den Kopf gesetzt :) )

Dienstag, 26. Juni 2007

Nordwärts

Pünktlich um 3 Uhr weckt mich mein Wecker, pünktlich um 3 Uhr 15 wache ich tatsächlich auf. Schon um 3:30 brausen Kaspar und ich über die leeren Landstrassen von Solothurn, um Severin aufzugabeln, den wir dank tollem Navigationsgerät mit Sprachfehler punktgenau erreichen.

Zur Erinnerung: Wir besuchen die 2. Deutsche Railskonferenz in Frankfurt.
Die Stimmung ist gut, heiteres Radiosuchen wechselt ab mit spannenden Diskussionen und unserem Running Gag: Katrin, unsere Navidüse, die zwar 30 Sprachen beherrscht, es aber mit der Deutschen Sprache nicht so genau nimmt: "Biegen sie nach 200 Metern dann sie ihr Ziel erreicht."
Um 4:30 stürzen wir uns auf die erstbeste Raststätte. Getreu dem Motto, welches jeder Amerikaner auf seinen ersten und letzten Besuch der restlichen Welt auf den Weg mitbekommt: "When in Rome, do as the Romans do.", beobachte ich die Einheimischen bei der Bestellung ihres Frühstücks.
Leicht überraschend scheinen deftige Riesenbockwürste den einheimischen Gaumen zu begeistern. Mit dem motivierenden Motto "When in Rastatt, do as the Rastattians do." bin ich schliesslich um 3 Euro ärmer, dafür um eine fleischige, 30 Zentimeter lange Herausforderung reicher. (Ok, wer von euch hat sich wieder in unlauteren Fantasien ergangen? ;) )

4:30


Liebe Deutsche, es stellt sich dann später heraus, dass es sich bei den Raststättenbesuchern ausschliesslich um Holländer gehandelt hat, die nach 14 Stunden Fahrt in den Süden (und drei Kindern auf dem Rücksitz) sich durchaus das Rest auf verdrehtes Zeitgefühl und damit ebenso verdrehte Essmanieren erkämpft haben :)

Nach dem Aufgabeln von Nik in Karlsruhe und einer semi-freiwilligen Führung durch Katrin über die lokalen Autobahnen: Endlich nach 400 Kilometern dann wir unser Ziel erreicht!
Zur Konferenz will ich hier gar nicht viel sagen, da unser Geschäftsblog bald darüber berichtet.

Jedesmal wenn ich nach Deutschland komme, frage ich mich, wie sich die Schweizer und die Deutschen unterscheiden. Im ersten Moment das Gefühl der totalen Gleichheit. Dann überschwappt mich jeweils ein Gefühl des unklaren, aber grossen Unterschieds. Zwischendurch drängt sich jeweils die Frage auf: Wo sind die Berge? Diese aber ist schnell unterdrückt.
Es ist schwer zu sagen. Manchmal frage ich mich, ob die Berge wirklich einen grossen Einfluss aufs Gemüt der darin lebenden Menschen haben. Täler mögen einem wohlige Geborgenheit geben, manchmal aber vielleicht erdrückend wirken, worauf man am liebsten über alle 7 Berge und Täler verschwinden möchte. Vielleicht reisen Schweizer daher so oft? Oder, weil sie es sich leisten können? Vielleicht ist die Arbeit so anstrengend und viele verspüren daher den Druck, sich möglichst weit weg zu verirren? Suchen wir die Abenteuer anderer Länder auf um unser Land wieder geniessen zu können. Schwierig.
Freitag Abend und Samstag ist mir sehr wohl. Das liegt natürlich an Claudi, die ich besuche :)
(und Veronika)
Auch ein Bisschen an den Deutschen allgemein, wie mir scheint. Direktheit, Offenheit und Herzlichkeit, vielleicht nicht, was man sich hier unter dem Deutschen Charakter vorstellt, aber ich werde immer so empfangen und geniesse es. Vielleicht auch Gewieftheit, wobei ich natürlich nur mit Studenten zu tun habe. Ich denke, die Schweiz gibt sich gemütlicher – nicht schlechtes, denken wohl alle, die je ein richtiges Fondue miterlebt haben :)
Oder die Tatsache, dass sich die Deutsche Sprache einfach geschmeidiger durch Wortspiele führen lässt, wie uns Bodo Wartke beweist. Ich habe nur gestaunt. Oh ja. Wie Claudis Weinglas genau in Bodos, und danach in dessen Freundins Hände gelangt, ja das, das bleibt ein Geheimnis...

Claudi
Claudi lässt sich signieren


Update: Der obige Text ist gestern spätnachts entstanden – tiefgründige Aussagen sind erwartungsgemäss zu vermissen ;)

Es ist schon spät... vielleicht sonst mal mehr (Enneagramme usw.). Gute Nacht, meine 7 treuen (und offenbar unerschütterlichen) Leser.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Frankfurt ruft!

"Leckere grüne Sooooße!"

Leider plagt mich gerade ein kleiner Anflug von Insomnia, darum noch dies. Morgen düse ich zusammen mit Kaspar, Severin und Nik nach Frankfurt, an die 2. Deutsche Railskonferenz :)
(Die Bilder vom letzten Jahr von Simi, Vito, Chrigi und mir sind höchst peinlich und werden natürlich gleich auf der Hauptseite rechts oben gelinkt *schäm* und *grins*) Anschauen auf eigene Gefahr...

Freue mich wie immer sehr auf Deutschland :) Florian Görsdorf (der dieses Jahr einen Vortrag hält) zu treffen ist cool. Ausserdem würde es mich enorm freuen, auch Claudi wiederzusehen :)
Sollte mich eine kleine Historikerlust überkomme, bleib ich noch ein, zwei Tage, um z.B: Worms o.ä. anzugucken.

Ich schreibe diese paar Zeilen aus dem Haus von Kaspars Eltern (in der Westschweiz), die eine geniale Ölmühle aus dem 16. Jahrhundert hegen und pflegen. Selbst wohnen sie in einem beeindruckend enormen und begeisternden Bauernhaus aus Anfangs 19. Jahrhundert. Oh, ich möchte auch! Irgendwann... :)

So, es ist bereits halb elf – um drei sollten wir schon aufstehen, um nach Frankfurt zu brausen. Das macht summa summarum 4,5 Stunden Schlaf. *gnarf* Wieder einmal ein Beweis dafür, dass gute Mathefähigkeiten nicht glücklich machen.
Um es positiv zu sehen: Ich habe den längsten Tag nicht ungenutzt verstreichen lassen! :)

Anmerkung um 23 Uhr: Kaspars Eltern brauen einen deftigen Espresso...

Anmerkung um 23:45: Ich streiche Koffein aus der Liste meiner Freunde...

Sonntag, 17. Juni 2007

Viele kleine grosse Dinge...

Melitta die Kärtnerin, siehe die Links rechts (nicht etwa die Rechts links), nennt solche Einträge 64 Bytes. Warum ist mir unbekannt. Melitta?

Jedenfalls:
Heute morgen hieve ich einen Flo aus dem Bett, der sich mittels Anwendung eines Ausgangs mit einem trinksicheren Finnen vor dem frühen Inlineskaten drücken wollte. Interessanterweise fühle ich mich grundlos so wie sich Flo hätte fühlen sollen und als wir dann beide auf wackligen Beinen per Rollerblades über die Siedlungswege holpern, ist mir sogar, als hätte ich mit ganz Helsinki um die Wette getrunken. Dennoch: Ein erster kontrollierter Sturz ist geübt, zwei weitere ebenfalls (etwas weniger bis eigentlich gar nicht kontrolliert).

Danach Brunchen mit Dirk, Ernesto, Flo, Ralf und Susi im Movie – sehr schön.

Weiter hole ich mein Velo im Büro und brause mit Led Zeppelin im Ohr kreuz und quer durch Zürich, das Calientefest besuchend und beeindruckt den Eliteskatern (Weeer hat nur diese Seite designt?) nachschauend.

Dann hab ich mich in der Sonne gefreut, dass ich letzte Woche mit jemand sehr vermisstem telephonieren konnte.

Schliesslich noch ein Bisschen programmiert, zu Kai gefahren und ein spannendes Brettspiel "Chinatown" gespielt habe. Nicht ganz so fesselnd wie der gleichnamige Kinofilm, aber trotzdem.

Gute Nacht, allerseits...

Samstag, 16. Juni 2007

Muhen am Aegerisee

Heute wandere ich mit Ernesto durch eine Gegend, in der die Kirchen gross, die Täler klein, die Herzen enorm, die Speisen fein, der Horizont so nah, und Städte so fern...

Wir probieren eine neue Wanderart aus: Wanderjoggen! Von Biberbrugg aus biegen wir am falschen Ort ab und setzen unsere Joggingschuhe dem naturgeschützten (und prächtig prächtigen) Hochmoor aus, wünschend, die Schuhe wären es ebenso. Danach wandern, ja galoppieren wir bergan, als ertönten die Bongotrommeln des Herzens nicht in uns, sondern in den Tiefen des Waldes. Auf dem Panoramaweg versuchen wir längere Zeit zu joggen, was aber durch unglaubliche Ausblicke (und auf dem Naturlehrpfad: Einblicke) erschwert wird, nicht zuletzt durch etliche Tiere, deren Rufe wir zu imitieren versuchen: Ernesto entpuppt sich prompt als geborener Ziegenimitator, während ich einem Muni (Schweizer Jungstier) Konkurrenz mache, wovon meine Stimmbänder jetzt noch vibrieren. Nach etlichen Minuten dauerndem Gackern/Meckern/Mähen/Muhen/Wiehern usw., natürlich von beschämten Stillen durchzogen, ausgelöst durch vorbeifahrende Velofahrer und neugierige Bauern, welche wir nur ein ganz kleines Bisschen zu spät erblickt haben, rennen wir schon bald wieder talwärts, den nächsten Bus zu erwischen suchend.
Verschwitzt finden wir uns im Kino wieder, Kubricks "Space Odyssey 2001", welche, wie manche sagen würden, ebensoviele Sekunden zu lange dauert.

Schon morgen früh wollen Flo und ich wieder Rollerbladen gehen, danach: Brunchen mit Ralf und Susi! Aber erst will noch ein Brief geschrieben sein...

Gute Nacht, meine lieben fünf Mitleser :)

Freitag, 8. Juni 2007

Mein Onkel

Ich muss sagen, dass ich extrem stolz auf meinen Onkel Ernst bin!
Gerade eben wurde er (endlich) für sein Lebenswerk geehrt.

Die 2 Laudatios von Poen de Wijs und Jacques Rime waren sehr bewegend: Poen mit einigen liebenswürdigen Geschichten im genauso liebenswürdigen Akzent vorgetragen, Jacques überaus poetisch, begann bei der Entstehung der Welt. Auf Französisch.

Hier mehr.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Nuvens

Oft verwandelt sich die Dachterrasse in ein Wolkenobservatorium, wenn sich der Himmel über Zürich mal wieder von seiner besten, mysteriösesten, unglaublichsten Seite zeigt! :)

Hier einige flüchtige Skulpturen.

Montag, 4. Juni 2007

100km Wanderung

Schmählichst meinen Blog vernachlässigt möchte ich doch darauf hinweisen dass ganz und gar nicht nichts passiert ist. Unter anderem eine fantastische 100km Nachtwanderung, die Ern, Flo, Jo und ich sogar in der Hälfte der Zeit und Distanz geschafft haben! ;)

Fotos hier.

Dienstag, 24. April 2007

Ergon Ade / Neotrivium Hallo

Heute ist mein letzter Arbeitstag in der Ergon - wurde schon von Vito zum Abschied reich beschenkt: Ein Buch "Erklärt Pereira" von Tabucchi (handelt von einem Italiener, der in Lissabon lebt) und den Millenium Falken als Bauset. Sehr, sehr cool :)

Morgen gehts dann richtig los bei neotrivium.com, den zukünftigen Machern von restorm.tv und mehr... Juhu! :)

Dienstag, 17. April 2007

"London calling"

Die nächsten 50 Stunden stehen ganz im Zeichen von Webdesign, meiner neuen Firma und der Zukunft des Internets: Ich besuche die FOWD in London! Update: Was gerade läuft.

Ich hoffe, ein paar schlaue Leute kennenzulernen, Spass zu haben, oder - sollte das nicht eintreffen - wenigstens etliche neue Ideen nach Hause zu tragen :)

The Net "is drowning-and I live by the river"!

Samstag, 14. April 2007

Die Churfürsten

IMG 0187

Eigentlich nennt man sie ja Churfirsten, aber verweilt man erst mal ein paar Stunden am Fuss der Giganten, erfüllt einem ein Gefühl, das sich sonst nur in majestätischer Anwesenheit einstellt.
Gar nicht mal so viel hält Jo und mich davon ab, über die Kuppe ins Toggenburg zu ziehen (oder besser: abenteuern ;) ).

Die Fotos.

Sonntag, 8. April 2007

Barfusswandern III

Nachdem wir uns bis um 2 Uhr morgens Wörter wie "Eintagsfliege", "Süsswasserpirat", oder "Steissgeburt" um die Ohren phantomimiert haben, rauscht ein kleiner Teil der Festenden um 9 aus den Federn, um den Tag mit beiden Händen zu packen. Oder besser: Mit beiden Füssen, klamm wie sie um 10 Uhr morgens auf der Bushaltestelle von Seon (AG) sind.

Im Bus durchs Hinterland des Aargaus brausend, tauchen wir immer weiter in eine in Zürich im Nebel der Vergessenheit verbliebenen Ära: den 80er Jahren, die uns von der ansässigen Bevölkerung vorgelebt wird (Dauerwellen usw.). Dafür schielen sie etwas mitleidig auf unsere nicht vorhandenen Schuhe - ich frage mich: Ist Barfusswandern etwa ein Luxussport, der moderne Luxus bedeutet seltene, dafür bewusste Armut? "Ich leiste es mir, zu Fuss zur Arbeit zu gehen", etwa. Vermutlich unvorstellbar in ärmeren Ländern...
Vor-Aua

Mitten im Wald die Konfrontation mit einer Strasse, geröllbeladen. Ich versuche, mich mit Gedanken von den die Hornhaut (Mohs: ca. 0,1) penetrierenden Steine (Mohs: ca. 6) abzulenken. Wer ist religiöser? All die Leute, die momentan die Kirchen füllen oder ein Mann, der über Steine geht? Ich tippe auf letzteres, bete ich doch wohl die Hälfte des Indischen Hauptpantheon (ca. 16) und diverse andere Götter und Gottheiten an, darunter den Gott des samtweichen Gesteins.
Der aber - mir scheint - meine kläglichen Versuche damit zu beantworten, die Steine nur noch spitzer zu formen, wie ein Zenmeister seinen Schüler nochmal fortschickt, noch mehr, noch härter nachzudenken... Nach einiger Zeit die Lösung: Wenn die Steine nicht weicher werden, müssen die Füsse besser gepolstert werden. Was, wie mir nach kurzer Zeit ebenfalls auffällt, genau das ist, was wir schon seit Jahrhunderten tun. Ich komme mir etwas debil vor. (Update: Oder die Füsse entspannen, damit sie sich an den Stein anpassen - doch nicht soo doof *puh*)

Apropos Religion - gestern bin ich gerade erst wieder mal durch den jüdischen Teil der Stadt gespaziert. Frauen, die sich Kinderwagenrennen liefern, Familien, reich an (der) Zahl... Irgendwann drängte sich mir die Frage auf: Wen schätze ich mehr? Einen Menschen, der Regeln befolgt, an die er nicht wirklich glaubt - oder einen Menschen, der etwas glaubt, das er nicht wirklich befolgt?
Hmmmm...

Update:
Die Idee, baren Fusses wandern zu gehen, kam mir übrigens nach dem erfreulichen Kinobesuch von "Barfuss", einer nachfolgenden Suche nach Johanna Wokalek (Ja, ich weiss... die Nase. so sue me *g*) und dem Fund dieser beeindruckenden Schulklasse.

Update II: Mein rechter Fuss am Ende. Ich meine, am Schluss ;)

Grillfest

Ein wirklich schöner Abend wandelt sich zur jungen Nacht, während wir im Grillen vergessen dem erhitzten Fleisch huldigen, ein tiefroter Sonnenuntergang zum Zeugen. Stundenlang die Charaden, zahllos die Wortkreationen, Pantomimenmeister sind erkoren... :)
Danke Ralf & Susi, Andre, Doni, Ernie, Kyon!

Update: Morgen gehts ein weiteres Mal zum Barfusswandern - Weg wird auf der Reise festgelegt.

Sonntag, 1. April 2007

Zürimarathon

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Marco - und besonders Jo entscheiden sich, die 42,195 Kilometer von Zürich nach Meilen und zurück, gefolgt von einer kleinen Tour Zürichs mit Ziel Wollishofen, zu rennen: Als Fan bin ich dabei, beeindruckt von der Begeisterung - man könnte sich fast entscheiden, es in einem Jahr auch zu versuchen...

Fotos:
Zürimarathon

Freitag, 23. März 2007

Neue Richtung

Nur kurz:
In etwa einem Monat werde ich an einem neuen Ort zu arbeiten beginnen. Freue mich schon sehr! Es geht um Musik, das Internet, neue Medien und soziales Denken. Details später, in Wort und Bild...

Mittwoch, 7. März 2007

30

Update: Leider gibt es keine Fotos von meinem Geburtstagsfest: Die digitale Flüchtigkeit hat sie mit sich ins Reich der Nullen gezerrt.

Samantha, Johanna, Carmen kümmern sich liebevoll ums gaumenschmeichelnde 3-Gangmenü, ein schöner Abend, dessen Ursache mich überraschenderweise unwesentlich berührt.
Danke an: Flo, Carmen, Andre, Dirk, Cherry, Ernie, Kyon, Marco, Johanna, Sam und Mo, dass ihr gekommen seid - es war genial :)

An der Magnetwand prangen neue Sprüche, ich würde auf Judith tippen:
"Altsüss wie Musikwasser sprach Gottes ewig stumme Stimme: Nur ihm such ich ein Blutreich aus Zauberwachs."
"Engelssekten stellen rote Schmerzschimmer ins Schlafgeheimnis für haarmeerigen Machtkreis."

"Ewig stumme Stimme" - schön :)

Sonntag, 25. Februar 2007

Logikrätsel

Rätsel, wie sie nur in leicht angeheitertem Zustand um 4 Uhr morgens mit Ernie, Judith, Kyon und Derek zum Vorschein kommen und allen Beteiligten die Köpfe rauchen lässt...

Wir beginnen einfach, zum Aufwärmen:
1. Ein weisser Raum voller Zwerge. Die eine Hälfte hat rote Hüte auf, die andere grüne Hüte. Ein jeder Zwerg kennt nicht die Farbe seines Hutes. Wie können sie sich ohne miteinander zu kommunizieren in die zwei Farbgruppen aufteilen? Miteinander kommunizieren heisst auch, dass die Zwerge nicht vor rothütigen Zwergen davonrennen dürfen oder so, da sie dem Träger zu verstehen gäben, er habe einen roten Hut auf.

2. 3 Zündschnüre, die je eine Stunde lang brennen. Dies aber nicht gleichmässig. Es kann sein, dass die eine Zündschnur nach 10 Minuten schon fast durch ist, für den Rest aber noch 50 Minuten benötigt. Aber alle brennen genau nach einer Stunde durch. Messe 1 Stunde und 45 Minuten mit den drei Zündschnüren ab.

3. 12 weisse Kugeln, eine Waage. Eine der Kugeln ist schwerer oder leichter als die anderen. Nach drei mal Wiegen weiss man auf jeden Fall, welche Kugel die ist, die aus der Reihe tanzt, und ob sie leichter oder schwerer ist. Tödlich schwer.

Viel Glück und auch Spass! :)

Update: Und nicht im Internet nachgucken!

Mittwoch, 14. Februar 2007

Informatikphilosophie

Zwar könnte man meinen, dass in der kühlen Welt der Nullen und Einsen kein Platz für Philosophie vorhanden ist. Mitnichten. Habe mir gerade die Buchform meiner Lieblingsphilosophen gekauft, nach einer längeren Onlinelesesitzung:
http://gettingreal.37signals.com/toc.php
Spricht mir durchgehend aus dem Herz. So möchte ich programmieren, erschaffen, Menschen dienen :)

V

Ich liebe es, Menschen dabei zuzusehen, wenn sie sich überwinden, einen Sprung zu tun - noch mehr, sie dazu zu animieren. Fast immer führt der Sprung über nicht mehr als ihr eigener Schatten, scheinbar tiefster Abgrund. Mitansehen müssen, wenn Erziehung und Umwelt vormals freie Gedanken in enge Bahnen lenkt, gefangen hält, erstickt, tut weh. Um Vieles mehr, wird viel Energie investiert, an des Schattens Stelle sich selbst einen Graben zu schaufeln.

Sonntag, 7. Januar 2007

Getürkt

Es ist kurz vor 3 Uhr morgens - wenn andere Leute schlafen oder unendlich tiefgründige, aufschürfende Weisheiten in ihren Blog schreiben. Ich gehöre zur dritten Gruppe: ... seichtgründige, hauttief aufschürfende Weisheitchen in ihren Blog schreiben, nein, tippeln.

Mein Übername "Flöre" bedeutet "Kleines Schwert", gar "Schwertlein" auf Türkisch. Die Implikationen vermag ich momentan nicht zu durchdenken. Möge das ein jeder für sich tun.

Onward, ho, then, to adventure - "Swish, swish, clang, clang!" (trocken), um die Stabheuschrecke aus "A Bug's Life" zu zitieren :)