In der Weihnachtszeit ist man zwar hauptsächlich damit beschäftigt, anderen eine geschenkte Freude zu bereiten, das Portemonnaie sitzt allerdings so locker, dass – kaum hat man etwas Nettes für sich selbst entdeckt – man bunte Papierscheine vor sich auf dem Tresen liegen sieht, welche kurz zuvor noch die Innenseite des Geldbeutels schmückten.
Daher: +1 Schwedisches Sprachbuch, -1 Stunde Schlaf: "Jäg sova inte nog".
Gratis, aber nochmals -1 Stunde Schlaf: http://blog.makezine.com/podcast/ – Stunden von netten Filmchen, welche von Kartoffelkanonen über Nähmaschinen alles Spannende zeigen, das den Erwachsenen entkräftet, das Kind in mir aber ohne Ende weckt.
Sagte ich eben "gratis"? Auf derselben Seite findet sich natürlich auch ein Link zu dem Laden… *stöhn*
Dafür freut sich das müde schwedische Erfinderherz umso mehr auf das Morgenessen danach: Es gibt Zopfei, eine Technik, die ich in Nürnberg von Susi und Ralf abgeguckt habe. Mjammmi :)
P.S: Ja, Kilimandscharo kommt!
P.P.S: Wofür ein schwedisches Sprachbuch und eine Webseite sich zusammenraufen müssen, schafft der Gott der gerösteten Bohne in nur zwei Tassen. Ein guter Zeitpunkt, auf meiner/unserer Plattform nach neuen Bands zu suchen: http://www.restorm.com/artists/all :)
(Balkan Grooves: http://www.restorm.com/artists/info/pk, nette Musik: http://www.restorm.com/artists/info/frantic)
Dienstag, 25. Dezember 2007
Dienstag, 18. Dezember 2007
Atheist
Schon lange nichts mehr geschrieben. Zwei Dinge:
- "The Band's Visit", ein schöner Film mit einer noch schöneren Hauptdarstellerin ;)
- 2 Dawkins Bücher verschlungen, die ich nur jedem empfehlen kann: "The Blind Watchmaker", "The God Delusion". Ersteres zur Evolution, sehr spannend und gut geschrieben, letzteres zu einem Thema, das ich gerne im letzten Jahrtausend zurückgelassen hätte, wo es auch hingehört, der Religion. Kinder werden indoktriniert, Angst und Scham begleitet sie durchs Leben. Wenn man mal selbst erlebt hat, wie viele Probleme die Religion im Leben Erwachsener verursacht…
Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich als Kind dagegen entschieden habe. Vielen (quasi allen?) Kindern wird diese Entscheidung weggenommen.
Vielleicht werden unsere Geister im nächsten Jahrtausend frei? Jedenfalls meine Entscheidung: Glaubensbegründungen werden nicht a priori respektiert – im Gegenteil – sondern müssen anders begründet werden können. Glaubensbegründete Torheiten kann ich nicht akzeptieren.
Es soll hier überhaupt mal gesagt sein: Ich bin seit langem überzeugter Atheist. Ich bin seit langem überzeugt davon, es ginge uns allen besser, wäre die Welt religionsfrei. Ich bin seit langem überzeugt davon, dass kein Thema unhinterfragt bleiben soll, besonders, wenn es soviel Schaden anrichtet wie die Religion. Bringt euren Kindern das selbstständige und kritische Denken bei. Würde mich freuen.
- "The Band's Visit", ein schöner Film mit einer noch schöneren Hauptdarstellerin ;)
- 2 Dawkins Bücher verschlungen, die ich nur jedem empfehlen kann: "The Blind Watchmaker", "The God Delusion". Ersteres zur Evolution, sehr spannend und gut geschrieben, letzteres zu einem Thema, das ich gerne im letzten Jahrtausend zurückgelassen hätte, wo es auch hingehört, der Religion. Kinder werden indoktriniert, Angst und Scham begleitet sie durchs Leben. Wenn man mal selbst erlebt hat, wie viele Probleme die Religion im Leben Erwachsener verursacht…
Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich als Kind dagegen entschieden habe. Vielen (quasi allen?) Kindern wird diese Entscheidung weggenommen.
Vielleicht werden unsere Geister im nächsten Jahrtausend frei? Jedenfalls meine Entscheidung: Glaubensbegründungen werden nicht a priori respektiert – im Gegenteil – sondern müssen anders begründet werden können. Glaubensbegründete Torheiten kann ich nicht akzeptieren.
Es soll hier überhaupt mal gesagt sein: Ich bin seit langem überzeugter Atheist. Ich bin seit langem überzeugt davon, es ginge uns allen besser, wäre die Welt religionsfrei. Ich bin seit langem überzeugt davon, dass kein Thema unhinterfragt bleiben soll, besonders, wenn es soviel Schaden anrichtet wie die Religion. Bringt euren Kindern das selbstständige und kritische Denken bei. Würde mich freuen.
Sonntag, 2. Dezember 2007
Schnipp Schnapp
Offenbar ist der Spital mit meiner Nasenoperation auf den Geschmack gekommen. Freitag schneit mir ein Brief ins Haus mit folgendem Text:
"Sehr geehrter Herr Hanke
wir bitten Sie höflich, am Mittwoch, 12.12.2007, 9:30 Uhr zur vorgesehenen Operation in unserer Klinik zu kommen.
Falls Sie diesen Termin nicht einhalten können, rufen Sie uns bitte…"
Für euch mag das nicht aussergewöhnlich erscheinen – für mich schon, habe ich meine Operation doch schon hinter mir.
Mögliche Szenarien:
- Der herausgeschnittene Nasenspitz wurde an Krebszellen getestet und für ausserordentlich hungrig befunden, der Wert meiner gesamten Haut wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt. (Also nicht viel mehr als zuvor. Haha ;) )
- Den Bescheid eines drohenden Hirntumors habe ich wie üblich verlegt und liegt nun auf meinem "TODO Dringend"-Stapel, der bald an Höhe den Eiffelturm konkurriert.
Am Montag freue ich mich schon auf ein spannendes Telephon. Besonders die Art der "vorgesehenen Operation" (Entfernung linkes Ohr? Haartransplantation unterer Rücken -> Stirn?) macht neugierig! :)
Update: Doch noch, ein zweites Stück meiner schönen Nase ist entfernt, morgen werden die Fäden entfernt…
"Sehr geehrter Herr Hanke
wir bitten Sie höflich, am Mittwoch, 12.12.2007, 9:30 Uhr zur vorgesehenen Operation in unserer Klinik zu kommen.
Falls Sie diesen Termin nicht einhalten können, rufen Sie uns bitte…"
Für euch mag das nicht aussergewöhnlich erscheinen – für mich schon, habe ich meine Operation doch schon hinter mir.
Mögliche Szenarien:
- Der herausgeschnittene Nasenspitz wurde an Krebszellen getestet und für ausserordentlich hungrig befunden, der Wert meiner gesamten Haut wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt. (Also nicht viel mehr als zuvor. Haha ;) )
- Den Bescheid eines drohenden Hirntumors habe ich wie üblich verlegt und liegt nun auf meinem "TODO Dringend"-Stapel, der bald an Höhe den Eiffelturm konkurriert.
Am Montag freue ich mich schon auf ein spannendes Telephon. Besonders die Art der "vorgesehenen Operation" (Entfernung linkes Ohr? Haartransplantation unterer Rücken -> Stirn?) macht neugierig! :)
Update: Doch noch, ein zweites Stück meiner schönen Nase ist entfernt, morgen werden die Fäden entfernt…
Freitag, 2. November 2007
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Afrika ruft!
Jetzt gilt es ernst – Flug reserviert, Reise reserviert. Jetzt muss es nur noch mit den Visas klappen.
D.h. morgen um 5:43 auf den Zug nach Genf, zu den Botschaften Tansanias und Kenyas. Ächz. Drückt mir die Daumen, bitte :)
Gute Nacht allerseits.
D.h. morgen um 5:43 auf den Zug nach Genf, zu den Botschaften Tansanias und Kenyas. Ächz. Drückt mir die Daumen, bitte :)
Gute Nacht allerseits.
Sonntag, 28. Oktober 2007
The new Floblog!
"low on words, wit and cholesterol"
Schon wieder soviel Zeit vergangen? Dabei ist soviel passiert…
In Kürze:
- Anfangs Oktober ein unglaubliches Mountainbike (kostete mal 7000+ Fr.) als Leihgabe bekommen. Wenn man damit fährt, meint man, ein Auto durch die Gegend zu steuern.
- Dann wieder mal Schwimmen (Synonym für Frieren) im Zürichsee
- Letztes Wochenende Rollerbladen um den Greifensee, nicht ganz in der geplanten Stunde, aber schön, ihn für sich zu haben (abgesehen von anderen Verrückten).
- Letzten Donnerstag frei genommen und mich mit Outdoorausrüstung eingedeckt – ich liebe sie schon jetzt heiss: Ich spüre nichts mehr von Kälte.
- Gestern Nachmittag in den STA Travel gegangen, um Ferien für übernächste Woche zu buchen: Möglicherweise werde ich den Kilimandscharo erklimmen – Flug habe ich, Zusage für die Gruppe nicht, Visas auch nicht für Tansania und Kenya. Ich freue mich jetzt schon wie ein Huhn, das soeben 5 goldene Eier gelegt hat. Fragt mich nochmals um 7 Uhr morgens auf 5800 Metern bei -30 Grad ;)
- Gestern Abend Konzert der The Voilàs in einem kleinen Häuschen in einem Hinterhof Zürichs, genial. Andri ist aus den USA angereist, der edle Spender des obengenannten Velos, übrigens.
- Heute Schweisskurs (Zum Thema "Schweissen", nicht "Schwitzen" ;) ) im Dynamo. Ich plane, eine metallische Schuhablege zu machen.
Update:
Eine neue Schuhablage zusammengeschweisst:

Das Prachtstück :)
Andere Kursteilnehmer haben folgendes geschweisst: Kerzenständer & CD-Rack (Sam), Teewarmhalter, Duftpastenverbrenner, Windrad. Es war extrem cool zu sehen, wie wir alle nach einer kurzen Einführung wild geschweisst, gebogen und gehämmert haben – und was nach einem halben Tag alles entstehen kann! :)
Schon wieder soviel Zeit vergangen? Dabei ist soviel passiert…
In Kürze:
- Anfangs Oktober ein unglaubliches Mountainbike (kostete mal 7000+ Fr.) als Leihgabe bekommen. Wenn man damit fährt, meint man, ein Auto durch die Gegend zu steuern.
- Dann wieder mal Schwimmen (Synonym für Frieren) im Zürichsee
- Letztes Wochenende Rollerbladen um den Greifensee, nicht ganz in der geplanten Stunde, aber schön, ihn für sich zu haben (abgesehen von anderen Verrückten).
- Letzten Donnerstag frei genommen und mich mit Outdoorausrüstung eingedeckt – ich liebe sie schon jetzt heiss: Ich spüre nichts mehr von Kälte.
- Gestern Nachmittag in den STA Travel gegangen, um Ferien für übernächste Woche zu buchen: Möglicherweise werde ich den Kilimandscharo erklimmen – Flug habe ich, Zusage für die Gruppe nicht, Visas auch nicht für Tansania und Kenya. Ich freue mich jetzt schon wie ein Huhn, das soeben 5 goldene Eier gelegt hat. Fragt mich nochmals um 7 Uhr morgens auf 5800 Metern bei -30 Grad ;)
- Gestern Abend Konzert der The Voilàs in einem kleinen Häuschen in einem Hinterhof Zürichs, genial. Andri ist aus den USA angereist, der edle Spender des obengenannten Velos, übrigens.
- Heute Schweisskurs (Zum Thema "Schweissen", nicht "Schwitzen" ;) ) im Dynamo. Ich plane, eine metallische Schuhablege zu machen.
Update:
Eine neue Schuhablage zusammengeschweisst:
Das Prachtstück :)
Andere Kursteilnehmer haben folgendes geschweisst: Kerzenständer & CD-Rack (Sam), Teewarmhalter, Duftpastenverbrenner, Windrad. Es war extrem cool zu sehen, wie wir alle nach einer kurzen Einführung wild geschweisst, gebogen und gehämmert haben – und was nach einem halben Tag alles entstehen kann! :)
Montag, 8. Oktober 2007
Spass auf Rollen
Dieses Wochenende im Rollerbladekurs: Übertreten in der Kurve, Schön Gleiten lernen, mit über 40 km/h einen Hügel runterbrettern, zu fünft.
Super! :)
Dann heute Morgen Abschied von Andri, den ich wohl länger nicht mehr sehen werde *sniff* und *wink* nach Seattle. Pass auf Dich auf, min Jung! :)
Super! :)
Dann heute Morgen Abschied von Andri, den ich wohl länger nicht mehr sehen werde *sniff* und *wink* nach Seattle. Pass auf Dich auf, min Jung! :)
Dienstag, 2. Oktober 2007
Der Mensch und die Maschine
Vielleicht wäre es spannend, etwas von dem heutigen verrückten Tag zu erzählen, aber mir liegt viel mehr an kleinen Begebenheiten...
Gestern Abend, Flo und ich kommen vom Filmfestival Zürich zurück – einen kleinen aber feinen Film: "Blue State" gesehen habend – die Richtung zum Gleis 2 am HB einschlagend. Blue State, wie auch den Film, den ich heute gesehen habe: "Running with Arnold", ein Dokumentarfilm über Arnold Schwarzenegger (Ö. Übers.: Ahnoad Schwaahssaneg'ga) in den kalifornischen Wahlen mit dem Bonus am Schluss, den Regisseur gleich dabei zu haben und mit spannenden (und manchmal debilen, ich schäme mich für mein Zürcher Publikum) Fragen zu pfeffern. Beide Regisseure sind entzückt, ein so reaktives Publikum zu haben, wobei die Diskussionen fast endlos scheinen, doch fast immer spannend. Für den Moment habe ich aber genug über Amerika diskutiert; wär schön, wenn sich mal wieder jemand über Timbuktu oder Finnland aufregen könnte, beides Orte, die viel zuwenig Aufmerksamkeit kriegen.
Äh ja. Jedenfalls sind wir auf dem Weg in die subterranen Schächte, welche den meistfrequentierten Bahnhof der Welt mit dem beschaulichen Hausberg verbinden. Plötzlich packt Flo den Hunger, was mein Magen mit einem zustimmenden Knurren, nein, Röhren quittiert und dem Gefühl, jede Darmwindung in ihren Details zu spüren. Zum Glück präsentiert sich uns einer dieser weltberühmten, für Hungrige ohne genug Kraft selbige zur Herausgabe ihrer Speisen zu zwingen, weltberüchtigten Selecta-Automaten. Flo entscheidet sich, keine Überraschung, für ein Kägi-Fret. Offenbar packt das Fret keine grosse Vorfreude, in Flos Schlund auf quasi Nimmerwiedersehen zu verschwinden, klemmt es sich doch kurz vor dem Ende des Falls zwischen Scheibe und unterster Verkaufsebene*. Zwar heulen wir beide kurz auf, aber innerlich bewundere ich diese zwei Schokoladeknusperkekse. Was für ein Mut, welch Bravado! ;)
Unser Beider Münz ist zu wenig, um einen der Artikel oberhalb des Kägi-Fret zu kaufen, um es doch noch in unsere Hände zu bringen. Aber irgendwie findet der Selecta Automat, dass es doch nicht fair sei, unser Geld zu nehmen und nichts dafür zu bieten (ausser widerspengstigen Schokoknusperkeksen). Ich versuche es mit einem Törtchen, welches zwar nicht sehr hoch über dem Ding abspringt, aber ziemlich schwer aussieht. Doch nichts da: Es prallt am Fret ab, welches unbeeindruckt eingeklemmt bleibt. Unsere Aufheuler bleiben nicht ungehört, eine junge Frau meint, sie habe Durst, und wenns sein muss, würde sie das Fanta gleich über dem Fret nehmen. Flos und meine Augen leuchten auf. 500g Fanta, welches auf ein Kägi-Fret runterstürzen: Keine Chance. Das Schicksal der Schokolade ist besiegelt, auch wenn ich durchaus für eine mehrtägige Ausstellung "Helden der Nahrungsmittelindustrie" bin.
Und mit dieser Geschichte an grossem Mut, Schokolade und schierem Hunger hoffe ich, Appetit auf mehr gemacht zu haben. Mögen euch eure Snacks sperrig in Erinnerung bleiben...
*ich liebe diesen Ausdruck "Untere Verkaufsebene", welcher einem beim Besuch einer Migros Filliale immer vorgetragen wird, mit dieser schläfrig machenden, durch die Nase gepressten weiblichen Stimme. Sozusagen "Willkommen auf der untersten Verkaufsebene – hier sind alle Tricks erlaubt, kein Preissturz zu niedrig, um nicht noch unterboten zu werden".
Gestern Abend, Flo und ich kommen vom Filmfestival Zürich zurück – einen kleinen aber feinen Film: "Blue State" gesehen habend – die Richtung zum Gleis 2 am HB einschlagend. Blue State, wie auch den Film, den ich heute gesehen habe: "Running with Arnold", ein Dokumentarfilm über Arnold Schwarzenegger (Ö. Übers.: Ahnoad Schwaahssaneg'ga) in den kalifornischen Wahlen mit dem Bonus am Schluss, den Regisseur gleich dabei zu haben und mit spannenden (und manchmal debilen, ich schäme mich für mein Zürcher Publikum) Fragen zu pfeffern. Beide Regisseure sind entzückt, ein so reaktives Publikum zu haben, wobei die Diskussionen fast endlos scheinen, doch fast immer spannend. Für den Moment habe ich aber genug über Amerika diskutiert; wär schön, wenn sich mal wieder jemand über Timbuktu oder Finnland aufregen könnte, beides Orte, die viel zuwenig Aufmerksamkeit kriegen.
Äh ja. Jedenfalls sind wir auf dem Weg in die subterranen Schächte, welche den meistfrequentierten Bahnhof der Welt mit dem beschaulichen Hausberg verbinden. Plötzlich packt Flo den Hunger, was mein Magen mit einem zustimmenden Knurren, nein, Röhren quittiert und dem Gefühl, jede Darmwindung in ihren Details zu spüren. Zum Glück präsentiert sich uns einer dieser weltberühmten, für Hungrige ohne genug Kraft selbige zur Herausgabe ihrer Speisen zu zwingen, weltberüchtigten Selecta-Automaten. Flo entscheidet sich, keine Überraschung, für ein Kägi-Fret. Offenbar packt das Fret keine grosse Vorfreude, in Flos Schlund auf quasi Nimmerwiedersehen zu verschwinden, klemmt es sich doch kurz vor dem Ende des Falls zwischen Scheibe und unterster Verkaufsebene*. Zwar heulen wir beide kurz auf, aber innerlich bewundere ich diese zwei Schokoladeknusperkekse. Was für ein Mut, welch Bravado! ;)
Unser Beider Münz ist zu wenig, um einen der Artikel oberhalb des Kägi-Fret zu kaufen, um es doch noch in unsere Hände zu bringen. Aber irgendwie findet der Selecta Automat, dass es doch nicht fair sei, unser Geld zu nehmen und nichts dafür zu bieten (ausser widerspengstigen Schokoknusperkeksen). Ich versuche es mit einem Törtchen, welches zwar nicht sehr hoch über dem Ding abspringt, aber ziemlich schwer aussieht. Doch nichts da: Es prallt am Fret ab, welches unbeeindruckt eingeklemmt bleibt. Unsere Aufheuler bleiben nicht ungehört, eine junge Frau meint, sie habe Durst, und wenns sein muss, würde sie das Fanta gleich über dem Fret nehmen. Flos und meine Augen leuchten auf. 500g Fanta, welches auf ein Kägi-Fret runterstürzen: Keine Chance. Das Schicksal der Schokolade ist besiegelt, auch wenn ich durchaus für eine mehrtägige Ausstellung "Helden der Nahrungsmittelindustrie" bin.
Und mit dieser Geschichte an grossem Mut, Schokolade und schierem Hunger hoffe ich, Appetit auf mehr gemacht zu haben. Mögen euch eure Snacks sperrig in Erinnerung bleiben...
*ich liebe diesen Ausdruck "Untere Verkaufsebene", welcher einem beim Besuch einer Migros Filliale immer vorgetragen wird, mit dieser schläfrig machenden, durch die Nase gepressten weiblichen Stimme. Sozusagen "Willkommen auf der untersten Verkaufsebene – hier sind alle Tricks erlaubt, kein Preissturz zu niedrig, um nicht noch unterboten zu werden".
Samstag, 22. September 2007
Greifenseelauf ahoi!
www.greifenseelauf.ch
Mehr Infos, wenn ich das Ding überlebt habe. Wenn im kausalen, nicht temporalen, Sinn.
Ok, überlebt :)
Am nächsten Tag: Netter Nachmittag mit meinen Freunden, die mich in letzter Zeit nicht so oft gesehen haben. Essen und Kubb:

Das Siegerteam :)
Ach ja: Betatester für www.restorm.com und www.restorm.tv gesucht. Fügt mich (florian.hanke) doch mal als Freund hinzu. Danke!
Es kann gut sein, dass das Fernsehen für Dich speziell nicht sichtbar ist, da wir von den Labels die Auflage haben, dass es nur in der Schweiz sichtbar ist *mäh* Wenn ja: Im Moment läuft gerade ein Evanescence Special, nach einem Sigur Ros Special, gestern Depeche Mode, wem das gefällt. Das Sigur Ros Special kann ich wegen der Fernweh erzeugenden Bilder von Island empfehlen.
Gute Nacht allerseits...
P.S: Manchmal ist es etwas merkwürdig, auf seiner eigenen Plattform dabei zu sein *g*
Mehr Infos, wenn ich das Ding überlebt habe. Wenn im kausalen, nicht temporalen, Sinn.
Ok, überlebt :)
Am nächsten Tag: Netter Nachmittag mit meinen Freunden, die mich in letzter Zeit nicht so oft gesehen haben. Essen und Kubb:
Das Siegerteam :)
Ach ja: Betatester für www.restorm.com und www.restorm.tv gesucht. Fügt mich (florian.hanke) doch mal als Freund hinzu. Danke!
Es kann gut sein, dass das Fernsehen für Dich speziell nicht sichtbar ist, da wir von den Labels die Auflage haben, dass es nur in der Schweiz sichtbar ist *mäh* Wenn ja: Im Moment läuft gerade ein Evanescence Special, nach einem Sigur Ros Special, gestern Depeche Mode, wem das gefällt. Das Sigur Ros Special kann ich wegen der Fernweh erzeugenden Bilder von Island empfehlen.
Gute Nacht allerseits...
P.S: Manchmal ist es etwas merkwürdig, auf seiner eigenen Plattform dabei zu sein *g*
Sonntag, 16. September 2007
Il sole arde...
Dem wenigen Schlaf zum Trotz wache ich erquickt auf, gewiss, diesmal nichts für die heutige Wanderung mit Jo vergessen zu haben: Der Zug fährt so früh um 7:43 anstatt :53, alles klar (Ergebnis zweimaliger schmerzhafter Lernerfahrung mit folgender Taxifahrt). Essen ist eingepackt (Ergebnis mehrfacher Lernerfahrung) und steht nicht wie üblich in der Küche, um mich bei meiner Heimkehr fröhlich anzustrahlen.
Das Wanderbein schwingend bewege ich mich locker, fast pfeifend darüber, dass alles so gut flutscht, obwohl meine Wachheit jedem Naturgesetz trotzt. Noch 5 Minuten bis zur Abfahrt an der Bahnstation Binz, kein Problem. Der Zug, der da vorn gerade Richtung Zürich Hauptbahnhof fährt, das muss der übliche Dienstzug sein, der meinem Hauptzug vorfährt, gewiss. Trotzdem: Ein leicht ungutes Gefühl bleibt, und ich jogge zur Station, die Bahnuhr in der Distanz mit meiner Handyuhr vergleichend, die, so die Erkenntnis, knappe 5 Minuten hinterherhinkt.
Nun gut: Langjährig trainiert in solchen Angelegenheiten rase ich schnurstracks zum Manesseplatz, blicke dem Bus nach, der mich gerettet hätte und springe armwedelnd einem Taxi hinterher, welcher mit einem Syrer bestückt ist, den neben Rückenschmerzen noch weitere X Schmerzen aufzählen kann. Ich unterdrücke mir die Frage, ob ihm die Schmerzen an sich ebenfalls noch weh tun. Schliesslich will ich nur zum HB, so schnell wie möglich. Auf jeden Fall: Zug erwischt.
Dann: Lieblingsmitwandererin Jo (-wanderER ist Ernie), gemütliches Frühstück, der übliche Klohalt beim Restaurant Post in Walenstadt. Schliesslich: 1800 Höhenmeter, 4 Stunden, ein Knie und 1 Hungerast weiter, kommen wir müde aber triumphierend oben an. Schwer zu beschreiben, was das für ein gutes Gefühl ist – ebenfalls schwer zu beschreiben das Gefühl, wenn man, kaum über die Kuppe geklettert, die Bergstation einer Drahtseilbahn zu erblicken, der etliche Touristen entströmen, um im Restaurant sich für die Mühe mit Schnitzel und Pommes zu belohnen. Aber egal: Ich sauge buchstäblich Tomaten in mich hinein, gefolgt von Jos ausgezeichneten Gurken. Mmmh.
Ich möchte noch dem edlen Spender eines Mineralwassers danken, ohne den und das ich wohl irgendwo zwischen den Felsen verendet wäre, was praktischerweise gleich den Titel erklärt. (Zeitgleich: Insider meines Romaufenthalts)
Ich hoffe nur, dass mir das fehlende, oben erwähnte Knie beim Halbmarathon am Samstag nicht fehlen wird...
Das Wanderbein schwingend bewege ich mich locker, fast pfeifend darüber, dass alles so gut flutscht, obwohl meine Wachheit jedem Naturgesetz trotzt. Noch 5 Minuten bis zur Abfahrt an der Bahnstation Binz, kein Problem. Der Zug, der da vorn gerade Richtung Zürich Hauptbahnhof fährt, das muss der übliche Dienstzug sein, der meinem Hauptzug vorfährt, gewiss. Trotzdem: Ein leicht ungutes Gefühl bleibt, und ich jogge zur Station, die Bahnuhr in der Distanz mit meiner Handyuhr vergleichend, die, so die Erkenntnis, knappe 5 Minuten hinterherhinkt.
Nun gut: Langjährig trainiert in solchen Angelegenheiten rase ich schnurstracks zum Manesseplatz, blicke dem Bus nach, der mich gerettet hätte und springe armwedelnd einem Taxi hinterher, welcher mit einem Syrer bestückt ist, den neben Rückenschmerzen noch weitere X Schmerzen aufzählen kann. Ich unterdrücke mir die Frage, ob ihm die Schmerzen an sich ebenfalls noch weh tun. Schliesslich will ich nur zum HB, so schnell wie möglich. Auf jeden Fall: Zug erwischt.
Dann: Lieblingsmitwandererin Jo (-wanderER ist Ernie), gemütliches Frühstück, der übliche Klohalt beim Restaurant Post in Walenstadt. Schliesslich: 1800 Höhenmeter, 4 Stunden, ein Knie und 1 Hungerast weiter, kommen wir müde aber triumphierend oben an. Schwer zu beschreiben, was das für ein gutes Gefühl ist – ebenfalls schwer zu beschreiben das Gefühl, wenn man, kaum über die Kuppe geklettert, die Bergstation einer Drahtseilbahn zu erblicken, der etliche Touristen entströmen, um im Restaurant sich für die Mühe mit Schnitzel und Pommes zu belohnen. Aber egal: Ich sauge buchstäblich Tomaten in mich hinein, gefolgt von Jos ausgezeichneten Gurken. Mmmh.
Ich möchte noch dem edlen Spender eines Mineralwassers danken, ohne den und das ich wohl irgendwo zwischen den Felsen verendet wäre, was praktischerweise gleich den Titel erklärt. (Zeitgleich: Insider meines Romaufenthalts)
Ich hoffe nur, dass mir das fehlende, oben erwähnte Knie beim Halbmarathon am Samstag nicht fehlen wird...
Mittwoch, 12. September 2007
Kalt die Nacht, im Flug der Zug
Es muss mal gesagt sein: Ich reise extrem gerne im Zug. Obwohl sich diese Reiseart selten sehr entspannend, oder bequem gibt - und das auch wenn man mehr als 100 Arten kennt, sich um einen dieser für kleinwüchsige Supermodels geschaffenen Sitze zu wickeln und es dabei erst noch fertigbringt, weder Textil noch andere Dinge, die in der Medizin mit Spezialnamen gekrönt wurden, zu zerreissen. Dennoch: Die Möglichkeit, Andere zu treffen, denen ebenfalls viel daran liegt, ihre akrobatischen Künste auf Immobilien unter Beweis zu stellen ist genial!
Zum Beispiel letzten Oktober, als ich nach einem 3-wöchentlichen Sprachaufenthalt in Rom – aufmerksame Leser erinnern sich – im Nachtzug nach Hause gefahren bin. Mit mir reisen noch ein unfreundlicher junger Italiener (der zum Glück den Waggon früh verlässt), und zum Glück ein Amerikanisch-Schweizerisches Ehepaar, er halb Italiener, halb Schweizer, sie Vollblut-Amerikanerin, er Dachdecker, beide sehr interessiert und fröhlich. Dazu noch ein alter Deutsch-Polnischer (Abschweifung auf seine haarsträubende Geschichte lass ich mal) Künstler, der an Musikkonzerte geht und dort die Lieder auf Leinwand bannt. Er zeigt uns einige Polaroide von Abba und italienischer Volksmusik. Die Stunden vergehen wie im Flug. Zum Schluss drückt mir der Schweizer seine Visitenkarte in die Hand, und wir bemerken beide ehrlich, aber leider wissend, dass wir uns wohl nie wieder sehen würden...
Gestern Abend treffe ich mich mit meiner Lieblingskälte-Sparringpartnerin Judith. Uns verbindet eine längere Geschichte aus kältebezogenen Duellen. Angefangen bei einem 100 Grad Saunabesuch und nachfolgendem halbnackten Im-Schnee-liegen, mit einem nach 15-minütigem Frierparcours eingestandenen Waffenstillstand. (Spätere Episoden beinhalten Römerbäder usw.)
Diesmal zur Einstimmung in den diesjährigen Winter nur ein kurzes Eintauchen in den Zürichsee. Genial. Kaum irgendwo im Dunkeln umgezogen, sind wir schon im Wasser, den Kampf mit dem Nass an der Weichteilgrenze ausfechtend, bis schliesslich die Beine nachgeben und man blendend wach wieder aus dem Wasser schiesst, die wohlige Wärme der Nacht empfangend. Vielleicht ist es das darauffolgende Delirium, das mich glauben lässt, ich wär in Schweden und könnte mich nun in einen Berg Pelze legen und ca. 12 Stunden darin herumwälzen, von mir aus total laut schnarchend.
Doch eigentlich wollte ich ja von freudigem Wiedersehen schreiben: Kurz vor unserem Aufbruch zum See treffen wir das obig erwähnte Ehepaar wieder, gleich neben dem Hauptbahnhof. Mir fallen schier die Augen aus dem Kopf und ich werde das wohl so schnell nicht vergessen.
Vielleicht sollte ich von nun an allen Leuten sagen, dass ich sie nie wiedersehen werde, nur um das Schicksal so richtig herauszufordern...?
Zum Beispiel letzten Oktober, als ich nach einem 3-wöchentlichen Sprachaufenthalt in Rom – aufmerksame Leser erinnern sich – im Nachtzug nach Hause gefahren bin. Mit mir reisen noch ein unfreundlicher junger Italiener (der zum Glück den Waggon früh verlässt), und zum Glück ein Amerikanisch-Schweizerisches Ehepaar, er halb Italiener, halb Schweizer, sie Vollblut-Amerikanerin, er Dachdecker, beide sehr interessiert und fröhlich. Dazu noch ein alter Deutsch-Polnischer (Abschweifung auf seine haarsträubende Geschichte lass ich mal) Künstler, der an Musikkonzerte geht und dort die Lieder auf Leinwand bannt. Er zeigt uns einige Polaroide von Abba und italienischer Volksmusik. Die Stunden vergehen wie im Flug. Zum Schluss drückt mir der Schweizer seine Visitenkarte in die Hand, und wir bemerken beide ehrlich, aber leider wissend, dass wir uns wohl nie wieder sehen würden...
Gestern Abend treffe ich mich mit meiner Lieblingskälte-Sparringpartnerin Judith. Uns verbindet eine längere Geschichte aus kältebezogenen Duellen. Angefangen bei einem 100 Grad Saunabesuch und nachfolgendem halbnackten Im-Schnee-liegen, mit einem nach 15-minütigem Frierparcours eingestandenen Waffenstillstand. (Spätere Episoden beinhalten Römerbäder usw.)
Diesmal zur Einstimmung in den diesjährigen Winter nur ein kurzes Eintauchen in den Zürichsee. Genial. Kaum irgendwo im Dunkeln umgezogen, sind wir schon im Wasser, den Kampf mit dem Nass an der Weichteilgrenze ausfechtend, bis schliesslich die Beine nachgeben und man blendend wach wieder aus dem Wasser schiesst, die wohlige Wärme der Nacht empfangend. Vielleicht ist es das darauffolgende Delirium, das mich glauben lässt, ich wär in Schweden und könnte mich nun in einen Berg Pelze legen und ca. 12 Stunden darin herumwälzen, von mir aus total laut schnarchend.
Doch eigentlich wollte ich ja von freudigem Wiedersehen schreiben: Kurz vor unserem Aufbruch zum See treffen wir das obig erwähnte Ehepaar wieder, gleich neben dem Hauptbahnhof. Mir fallen schier die Augen aus dem Kopf und ich werde das wohl so schnell nicht vergessen.
Vielleicht sollte ich von nun an allen Leuten sagen, dass ich sie nie wiedersehen werde, nur um das Schicksal so richtig herauszufordern...?
Montag, 3. September 2007
restorm.com
Nach 26 Stunden, einer durchwachten und wild durchgeabeiteten Nacht war klar: Wir würden es nicht pünktlich schaffen. Irgendwie enttäuscht, auch wenn es sich schon länger abgezeichnet hatte.
Aber es war super, trotzdem! :)
Noch eine Woche… Dann dazu mehr.
P.S: Ok, nein, Korrektur, es war scheisse. Enttäuschung pur.
P.P.S: Nur nicht aufgeben...
Aber es war super, trotzdem! :)
Noch eine Woche… Dann dazu mehr.
P.S: Ok, nein, Korrektur, es war scheisse. Enttäuschung pur.
P.P.S: Nur nicht aufgeben...
Sonntag, 26. August 2007
Le temps passé
Eigentlich hätte ich schon lange über die letzten zwei+ Wochen schreiben wollen. Aber irgendwie hat sich der Sommer gemeldet und Hügel wollten bevelot, Strassen berollerbladet und Grille bewurstet werden.
Immerhin jetzt, auf meiner Dachterrasse kurz vor dem Schlaf auf der Matratzenkante liegend, die frisch gepflanzten Erdbeeren und Steinblumen stolz bestaunend, mag ich immerhin ein paar leicht verwirkte Zeilen in (über?) die Tastatur giessen.
Ein Besuch im Gartencenter mit Flo, das Budget im Voraus auf begrenzte 60 Franken gelegt, endet mit einer Odyssee und einem verdüdelten Nachmittag im Dschungel, der uns dann fast 300 Franken gekostet hat. Immerhin: Steinpflanzen ohne Ende, Erdbeeren, ein grosser Kräutergarten usw. plus eine grosse schöne Pflanze für mein Zimmer.
Letztes Wochenende auf dem Schilhorn, siehe die Fotos mit Simi, Vito, Chegi, Claudia, Evi, Reto, Isa und Reto (Namen bitte auswendig lernen, sie werden abgefragt ;) ). Dann ein prächtiger Abend im Freilichttheater: Ein Tell, mit dem typisch Schweizerischen Holzklotzcharme ausgerüstet, stapft gen einen flamboyanten Gessler, um ihm einen Pfeil in den Körper zu bohren. Zwischendurch Showeinlage mit klein Walterli. Kühe, Ziegen, Pferde, alles reitet, galloppiert, gackert quer über die Bühne, es ist eine Freude. Und beeindruckend.
Dann: Rollerbladekurs mit Flo, bin beeindruckt, was man nach 4 Kursen schon kann.
Nächste Woche wieder Flamenco bei Rike, juhu.
Und: In 5 Tagen wird unsere Seite live sein. Ich werde berichten, auch wenn dafür wohl wieder nicht viel Zeit bleibt :)
Das wars auch schon wieder. Geniesst doch heute Nacht den Vollmond...
Immerhin jetzt, auf meiner Dachterrasse kurz vor dem Schlaf auf der Matratzenkante liegend, die frisch gepflanzten Erdbeeren und Steinblumen stolz bestaunend, mag ich immerhin ein paar leicht verwirkte Zeilen in (über?) die Tastatur giessen.
Ein Besuch im Gartencenter mit Flo, das Budget im Voraus auf begrenzte 60 Franken gelegt, endet mit einer Odyssee und einem verdüdelten Nachmittag im Dschungel, der uns dann fast 300 Franken gekostet hat. Immerhin: Steinpflanzen ohne Ende, Erdbeeren, ein grosser Kräutergarten usw. plus eine grosse schöne Pflanze für mein Zimmer.
Letztes Wochenende auf dem Schilhorn, siehe die Fotos mit Simi, Vito, Chegi, Claudia, Evi, Reto, Isa und Reto (Namen bitte auswendig lernen, sie werden abgefragt ;) ). Dann ein prächtiger Abend im Freilichttheater: Ein Tell, mit dem typisch Schweizerischen Holzklotzcharme ausgerüstet, stapft gen einen flamboyanten Gessler, um ihm einen Pfeil in den Körper zu bohren. Zwischendurch Showeinlage mit klein Walterli. Kühe, Ziegen, Pferde, alles reitet, galloppiert, gackert quer über die Bühne, es ist eine Freude. Und beeindruckend.
Dann: Rollerbladekurs mit Flo, bin beeindruckt, was man nach 4 Kursen schon kann.
Nächste Woche wieder Flamenco bei Rike, juhu.
Und: In 5 Tagen wird unsere Seite live sein. Ich werde berichten, auch wenn dafür wohl wieder nicht viel Zeit bleibt :)
Das wars auch schon wieder. Geniesst doch heute Nacht den Vollmond...
Dienstag, 14. August 2007
Jahaa!
Danke an Melitta für diesen Link.
You scored as Indiana Jones, Indiana Jones is an archaeologist/adventurer with an unquenchable love for danger and excitement. He travels the globe in search of historical relics. He loves travel, excitement, and a good archaeological discovery. He hates Nazis and snakes, perhaps to the same degree. He always brings along his trusty whip and fedora. He's tough, cool, and dedicated. He relies on both brains and brawn to get him out of trouble and into it.
Which Action Hero Would You Be? v. 2.0 |
Freitag, 27. Juli 2007
Der Osten ruft
Kaum in das Flugzeug gestiegen, werde ich auf Napoletanisch angequatscht, ob ich denn nicht den Platz mit einem anderen Italiener tauschen koennte. Klar, kein Problem, erklaere ich, doch er laesst sich nicht davon abhalten, mir die ganze Schose breit und lang aufzutischen, in diesem Dialekt, in dem die Endsilbe gespart wird, was es quasi unmoeglich macht, alles genau zu verstehen. Warum eigentlich spart man Endsilben, um nachher etliche Woerter zu verbrauchen? ;)
Der Grund uebrigens ist, dass die British Airways furchtlos die 13. Reihe behaelt (nicht etwa wie die Argentina Air), was sicher schon manchem Italiener Kopfschmerzen bereitet hat. Vielleicht auch Weichteilschmerzen - ist doch der Griff an selbe ein uebliches Gluecksritual.
In London, meiner Zwischenstation auf dem Weg nach Bangalore wird mir wieder einmal klar die Abhaengigkeit von Geraten vor Augen gefuehrt. Normalerweise zeigt mir mein Handy immer brav die korrekte Zeit, die es von der Telephonfirma automatisch abholt - diesmal laesst es mich schmaehlichst im Stich und beharrt auf der Schweizer Zeit, eine Stunde spaeter. Waehrend sich alle anderen Reisenden im Jahr 2007, 26. Juli um 12:35 befinden, lebe ich eine Stunde spaeter, um 13:35 - einer Zeit, um die ich mich bereits am Gate einfinden sollte, auf deren Nummer-Bekanntgebung ich warte. Das Display gibt sich aber stumm, ist es doch eine Stunde frueher. Immer ein guter Grund,die Panikdruesen etwas zu oeffnen, mit den Armen zu wedeln und mit 2 Schottinnen ueber den Flughafen Heathrow zu lachen.
Als dann - exakt eine Stunde vorher - das Gate angekuendigt wird, ich dabei ein AHA! reicher eine Stunde zurueckgeworfen werde, komme ich mir leicht bloed vor...
Zu meiner enormen Erleichterung - ich erinnere mich an den Flug von Brasilien zurueck in die Schweiz - setzt sich vor dem Abflug nicht ein monstroeser Berg aus Proteinen neben mich (mit dem einzigen Ziel mich vom Schlafen abzuhalten), sondern zwei junge Norweginnen (die mich dann, wie koennte es anders sein, vom Schlafen abhalten). Kichernd und neue Kinofilme schauend brausen wir durch die tuerkische, persische und schliesslich indische Nacht; nur manchmal schleichen sich die beiden in die Bordkueche, um Maltesers und andere Suessigkeiten zu klauen, die sie dann ebenfalls kichernd in sich hineinstopfen, "um die Zeit zwischen den Mahlzeiten zu fuellen", wie sie meinen. Die bangalorsche Textilindustrie wird sicher etwas lustiger werden die naechsten 3 Monate.
Gegen Ende des 12-stuendigen Flugs wird es ruhiger, ich lese einen Schinken zur Globalisierung: "The World is Flat". Es geht um Callcenter, die IT Branche und weitere Dinge, die nicht unbedingt in der Schweiz oder den USA erledigt werden muessen, sondern die auch von Heerscharen von Indern gemacht werden koennen, die dies zu einem viel kleineren Lohn (der Grund fuer all dies) tun. Gut oder schlecht, ich spare mir das Urteil auf. Das Ergebnis: Bangalore, Cheddai und viele weitere Suedindische Staedte explodieren quasi, wachsen mit grenzenloser Geschwindigkeit, auslaendische Megacorporations bauen glaeserne Wolkenkratzer, Pilze die sich ausbreiten.
Der Flughafen muss wohl riesengross sein, denke ich, als wir im angenehm kuehlen Bangalore um 4 Uhr morgens landen. Weit gefehlt - ein Gang fuehrt ins freie, in die Arme von etlichen netten Indern, die allerlei anzubieten haben. Als Gegenleistung verlangen sie fast nichts, nur einige der bunten Scheine in meiner Tasche. Doch dazu spaeter mal, habe ich mich doch mittlerweile mit einigen Indern (darunter ein sehr diskussionsfreudiger Ladenbesitzer) ueber das Thema unterhalten.
Zwar erwarten mich viele, doch der Abholdienst vom Hotel ist nicht darunter - ich freue mich daher umso mehr, als nach einer Stunde, in der ich andere Wartende mit meinem Kannada maltraetiere, mich Guru und Vinay abholen kommen, den Schlaf in den Augen.
Schon bald sollte ich einen kleinen Vorgeschmack auf die Strassen von Bangalore kriegen. *Ein ominoeses leises Hupen ertoent im Hintergrund* :)
Der Grund uebrigens ist, dass die British Airways furchtlos die 13. Reihe behaelt (nicht etwa wie die Argentina Air), was sicher schon manchem Italiener Kopfschmerzen bereitet hat. Vielleicht auch Weichteilschmerzen - ist doch der Griff an selbe ein uebliches Gluecksritual.
In London, meiner Zwischenstation auf dem Weg nach Bangalore wird mir wieder einmal klar die Abhaengigkeit von Geraten vor Augen gefuehrt. Normalerweise zeigt mir mein Handy immer brav die korrekte Zeit, die es von der Telephonfirma automatisch abholt - diesmal laesst es mich schmaehlichst im Stich und beharrt auf der Schweizer Zeit, eine Stunde spaeter. Waehrend sich alle anderen Reisenden im Jahr 2007, 26. Juli um 12:35 befinden, lebe ich eine Stunde spaeter, um 13:35 - einer Zeit, um die ich mich bereits am Gate einfinden sollte, auf deren Nummer-Bekanntgebung ich warte. Das Display gibt sich aber stumm, ist es doch eine Stunde frueher. Immer ein guter Grund,die Panikdruesen etwas zu oeffnen, mit den Armen zu wedeln und mit 2 Schottinnen ueber den Flughafen Heathrow zu lachen.
Als dann - exakt eine Stunde vorher - das Gate angekuendigt wird, ich dabei ein AHA! reicher eine Stunde zurueckgeworfen werde, komme ich mir leicht bloed vor...
Zu meiner enormen Erleichterung - ich erinnere mich an den Flug von Brasilien zurueck in die Schweiz - setzt sich vor dem Abflug nicht ein monstroeser Berg aus Proteinen neben mich (mit dem einzigen Ziel mich vom Schlafen abzuhalten), sondern zwei junge Norweginnen (die mich dann, wie koennte es anders sein, vom Schlafen abhalten). Kichernd und neue Kinofilme schauend brausen wir durch die tuerkische, persische und schliesslich indische Nacht; nur manchmal schleichen sich die beiden in die Bordkueche, um Maltesers und andere Suessigkeiten zu klauen, die sie dann ebenfalls kichernd in sich hineinstopfen, "um die Zeit zwischen den Mahlzeiten zu fuellen", wie sie meinen. Die bangalorsche Textilindustrie wird sicher etwas lustiger werden die naechsten 3 Monate.
Gegen Ende des 12-stuendigen Flugs wird es ruhiger, ich lese einen Schinken zur Globalisierung: "The World is Flat". Es geht um Callcenter, die IT Branche und weitere Dinge, die nicht unbedingt in der Schweiz oder den USA erledigt werden muessen, sondern die auch von Heerscharen von Indern gemacht werden koennen, die dies zu einem viel kleineren Lohn (der Grund fuer all dies) tun. Gut oder schlecht, ich spare mir das Urteil auf. Das Ergebnis: Bangalore, Cheddai und viele weitere Suedindische Staedte explodieren quasi, wachsen mit grenzenloser Geschwindigkeit, auslaendische Megacorporations bauen glaeserne Wolkenkratzer, Pilze die sich ausbreiten.
Der Flughafen muss wohl riesengross sein, denke ich, als wir im angenehm kuehlen Bangalore um 4 Uhr morgens landen. Weit gefehlt - ein Gang fuehrt ins freie, in die Arme von etlichen netten Indern, die allerlei anzubieten haben. Als Gegenleistung verlangen sie fast nichts, nur einige der bunten Scheine in meiner Tasche. Doch dazu spaeter mal, habe ich mich doch mittlerweile mit einigen Indern (darunter ein sehr diskussionsfreudiger Ladenbesitzer) ueber das Thema unterhalten.
Zwar erwarten mich viele, doch der Abholdienst vom Hotel ist nicht darunter - ich freue mich daher umso mehr, als nach einer Stunde, in der ich andere Wartende mit meinem Kannada maltraetiere, mich Guru und Vinay abholen kommen, den Schlaf in den Augen.
Schon bald sollte ich einen kleinen Vorgeschmack auf die Strassen von Bangalore kriegen. *Ein ominoeses leises Hupen ertoent im Hintergrund* :)
Mittwoch, 25. Juli 2007
Indien – Namaskara, nanna hesaru Florian
Es ist nun 0:30 und ich kann immer noch nicht schlafen, erdrückend und feucht die Hitze, ein wohl blasser Vorgeschmack auf das, was mich Freitagmorgens nach 16 Stunden Reise auf dem Flughafen von Bangalore erwarten wird!
Doch der fehlende Schlaf rührt nicht daher – vielmehr lese ich mich durch Unmengen an Wikipediaseiten, die nur die Lust auf mehr erhöhen. Um die 50 Schriftzeichen in der Sprache Kannada, die ich gerade zu entziffern suche?
Wie Chinesisch, eine Sprache die mir Cherry, Dirks Freundin, letzten Samstag beizubringen versuchte, scheint Kannada auch nicht zu konjugieren. Also "Avaru banni" = "Sie kommen", "Avaru yaaru?" = "er wer?". Sehr angenehm, vielleicht kann ich auf der Hochzeit ein, zwei Leute anhauen (oder "chandada hudugi", verdächtigerweise die zweite Phrase auf der obig erwähnten seite)!
An Cherry übrigens: "wren iaó go! :)"
Warum gehe ich eigentlich nach Bangalore? Nun, zum einen heiraten Andri und Veena erneut, diesmal mit unwesentlich mehr Anwesenden (250 statt 40), zum anderen hat mich die – wenns auch nur von kurzer Dauer ist – die Reiselust gepackt. Ich liebe wenig mehr als völlig in eine andere Kultur abzutauchen, Umgangsformen, Gestik auszuprobieren, allem wenn möglich mit Respekt und Interesse zu begegnen, dabei die Welt kennenzulernen. Auch in die Ferne zu schweifen (auch wenn das Gute so nah liegt), neue Eindrücke aufzusaugen, eine neue, vielleicht durch alle Erfahrungen bescheideneren Blick für die Dinge zu kriegen, die zu Hause noch gross waren.
Und: Thosais, Thosais, Thosais!!! :)
Es heisst nicht umsonst: Mit *Leib* und Seele…
Update:
Los gehts :)
Ich habe übrigens von Veena und Andri den grössten Koffer der Welt, netterweise vorgefüllt, gekriegt. Wenn also jemand ein etwa autogrosses schwarzes Objekt durch Zürich rollen sieht – das bin dann ich. So.
Doch der fehlende Schlaf rührt nicht daher – vielmehr lese ich mich durch Unmengen an Wikipediaseiten, die nur die Lust auf mehr erhöhen. Um die 50 Schriftzeichen in der Sprache Kannada, die ich gerade zu entziffern suche?
Wie Chinesisch, eine Sprache die mir Cherry, Dirks Freundin, letzten Samstag beizubringen versuchte, scheint Kannada auch nicht zu konjugieren. Also "Avaru banni" = "Sie kommen", "Avaru yaaru?" = "er wer?". Sehr angenehm, vielleicht kann ich auf der Hochzeit ein, zwei Leute anhauen (oder "chandada hudugi", verdächtigerweise die zweite Phrase auf der obig erwähnten seite)!
An Cherry übrigens: "wren iaó go! :)"
Warum gehe ich eigentlich nach Bangalore? Nun, zum einen heiraten Andri und Veena erneut, diesmal mit unwesentlich mehr Anwesenden (250 statt 40), zum anderen hat mich die – wenns auch nur von kurzer Dauer ist – die Reiselust gepackt. Ich liebe wenig mehr als völlig in eine andere Kultur abzutauchen, Umgangsformen, Gestik auszuprobieren, allem wenn möglich mit Respekt und Interesse zu begegnen, dabei die Welt kennenzulernen. Auch in die Ferne zu schweifen (auch wenn das Gute so nah liegt), neue Eindrücke aufzusaugen, eine neue, vielleicht durch alle Erfahrungen bescheideneren Blick für die Dinge zu kriegen, die zu Hause noch gross waren.
Und: Thosais, Thosais, Thosais!!! :)
Es heisst nicht umsonst: Mit *Leib* und Seele…
Update:
Los gehts :)
Ich habe übrigens von Veena und Andri den grössten Koffer der Welt, netterweise vorgefüllt, gekriegt. Wenn also jemand ein etwa autogrosses schwarzes Objekt durch Zürich rollen sieht – das bin dann ich. So.
Mittwoch, 18. Juli 2007
Ich (herz) mein Velo
Obwohl sich der Sommer in letzter Zeit selten hat blicken lassen (ich vermute ihn in der Nähe von Tobago) erreicht mich der Ruf meines neu reparierten Velos* fast täglich, das ich dann in Richtung Fussballstadion Hardturm lenke.
Erst durch unser ruhiges Quartier mitten hinein ins Getümmel des Goldbrunnenplatz, durch eine spannende Mischung aus Strässchen und Hauptverkehrsachsen in Wiedikon, schliesslich über die mönströs lange Hardbrücke wieder hinunter in die seelenlosen Strassen des Kreis 5 und hinein in die Stadt in der Stadt um die Bernoulli-Häuser, wo auch die restorm.com zu finden ist.
Ich liebe es, freihändig zu fahren, morgens dabei die Menschen zu beobachten, die gerade erst oder noch nicht aufgewacht sind und trotzdem irgendwie ihren Weg finden; abends dann an Flanierenden und Speisenden vorbeizurauschen, die Köpfe zusammengesteckt die brennendsten Neuigkeiten des Tags austauschend (wer wieder mal einen Kaffee gezapft hat, ohne die obligaten 20 Rappen in die Kasse zu legen o.ä.).
Irgendwann – so mein Ziel – möchte ich denselben Weg freihändig zurücklegen, mit Ausnahme der Auffahrt auf die Hardbrücke, die (paradoxerweise) mit einer steilen Abfahrt beginnt, kurz vor einer 90° Kurve, deren Mauer ich wohl ohne Unterstützung meiner Arme innigst küssen würde.
Velofahren. Ich frage mich, warum einem dabei manchmal das geniale Gefühl der Schwerelosigkeit überkommt. Ok, eigentlich ist es mir egal…
Nach der Arbeit (unglaublich gutes) Erdbeereis essen mit Rike (und Fabian, Jo, zufällig vorbeigekommen) bei Donat (leider nicht anwesend für Lobpreisungen), mit dem Velo durch die ganze Stadt und über einen Hügel, um dorthin zu kommen, dann Hochzeitsvorbereitungen, deren Arbeit etwa diesen Effekt auf mich hat, schliesslich endlich hier, schreibend.
Update: Für alle Liebhaber von niedlichen Kätzchen :)
Update 2: Jetzt gehts los zu Ernestos Geburtstagsparty, morgen dann Hochzeit Nummer 1 von Andri & Veena an der ich ein Spiel durchführe *nervös bin*. Und noch mehr, dazu mal sonst…
Update 3: Zürich wurde gerade von einem unglaublichen Donner erschüttert, der mindestens 40 Sekunden lang ertönte, so wie ich ihn noch nie gehört habe…
*kleiner Unfall der Marke "Papst Johannes Paul II", wobei das grüne Flomobil den grössten Schaden erlitt.
Erst durch unser ruhiges Quartier mitten hinein ins Getümmel des Goldbrunnenplatz, durch eine spannende Mischung aus Strässchen und Hauptverkehrsachsen in Wiedikon, schliesslich über die mönströs lange Hardbrücke wieder hinunter in die seelenlosen Strassen des Kreis 5 und hinein in die Stadt in der Stadt um die Bernoulli-Häuser, wo auch die restorm.com zu finden ist.
Ich liebe es, freihändig zu fahren, morgens dabei die Menschen zu beobachten, die gerade erst oder noch nicht aufgewacht sind und trotzdem irgendwie ihren Weg finden; abends dann an Flanierenden und Speisenden vorbeizurauschen, die Köpfe zusammengesteckt die brennendsten Neuigkeiten des Tags austauschend (wer wieder mal einen Kaffee gezapft hat, ohne die obligaten 20 Rappen in die Kasse zu legen o.ä.).
Irgendwann – so mein Ziel – möchte ich denselben Weg freihändig zurücklegen, mit Ausnahme der Auffahrt auf die Hardbrücke, die (paradoxerweise) mit einer steilen Abfahrt beginnt, kurz vor einer 90° Kurve, deren Mauer ich wohl ohne Unterstützung meiner Arme innigst küssen würde.
Velofahren. Ich frage mich, warum einem dabei manchmal das geniale Gefühl der Schwerelosigkeit überkommt. Ok, eigentlich ist es mir egal…
Nach der Arbeit (unglaublich gutes) Erdbeereis essen mit Rike (und Fabian, Jo, zufällig vorbeigekommen) bei Donat (leider nicht anwesend für Lobpreisungen), mit dem Velo durch die ganze Stadt und über einen Hügel, um dorthin zu kommen, dann Hochzeitsvorbereitungen, deren Arbeit etwa diesen Effekt auf mich hat, schliesslich endlich hier, schreibend.
Update: Für alle Liebhaber von niedlichen Kätzchen :)
Update 2: Jetzt gehts los zu Ernestos Geburtstagsparty, morgen dann Hochzeit Nummer 1 von Andri & Veena an der ich ein Spiel durchführe *nervös bin*. Und noch mehr, dazu mal sonst…
Update 3: Zürich wurde gerade von einem unglaublichen Donner erschüttert, der mindestens 40 Sekunden lang ertönte, so wie ich ihn noch nie gehört habe…
*kleiner Unfall der Marke "Papst Johannes Paul II", wobei das grüne Flomobil den grössten Schaden erlitt.
Montag, 9. Juli 2007
5 kurze vergessliche Momente
Auf einer Fussgängerinsel den Kampf gegen eine Horde Unterstufenschüler verlieren und auf die Strasse geschubst werden. A la "1 Mücke schafft das, was 1 Gladiator nicht konnte." – wie soll man denn da gegen 20 Mücken eine Chance haben?
Überglücklich sein, dass mein Velo 2 Tage alleine in einer wilden Gegend Zürichs quasi unbeschadet übersteht. Yay!
Beim Radeln mal wieder darüber nachgedacht, warum es eigentlich "deinstallieren" heisst und nicht "destallieren". Oder heisst es einfach "entfernen"?
Die anderen 2 Momente sind mir irgendwie entfallen... Vermutlich waren es nur mental minimal monumentale Momente.
Überglücklich sein, dass mein Velo 2 Tage alleine in einer wilden Gegend Zürichs quasi unbeschadet übersteht. Yay!
Beim Radeln mal wieder darüber nachgedacht, warum es eigentlich "deinstallieren" heisst und nicht "destallieren". Oder heisst es einfach "entfernen"?
Die anderen 2 Momente sind mir irgendwie entfallen... Vermutlich waren es nur mental minimal monumentale Momente.
Samstag, 7. Juli 2007
Judith und Padan
Mittelalterliche Kleidung, Irische Musik, geniale Hochzeit.
Ich lasse mal die Bilder für sich sprechen…
Update: Mehr Fotos, von Dirk. (Best of Flöre Dancing: 1. (Daniela sieht aus, als würde sie mir etwas erzählen – die hohe Kunst der Hypothekarzinsberechnung o.ä.), 2. und 3. (die butterweich zu führende Susi).)
Ich lasse mal die Bilder für sich sprechen…
Update: Mehr Fotos, von Dirk. (Best of Flöre Dancing: 1. (Daniela sieht aus, als würde sie mir etwas erzählen – die hohe Kunst der Hypothekarzinsberechnung o.ä.), 2. und 3. (die butterweich zu führende Susi).)
Donnerstag, 28. Juni 2007
Entscheidungen
"Hätten Sie von sich aus die Ehe erfunden?"
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Exemplar von Frischs Fragebogen gekauft. Wenn das Buch auch fast ausschliesslich für Männer geschrieben wurde, z.B: "Was trauen Sie der Frau nicht zu? a) Philosophie?, b) Organisation?, c) Kunst?", gefällt es mir trotzdem – auch wenn es verständlicherweise einige Frauen befremden mag. Einfach Geschlechterrollen vertauschen. Dann klappts, denke ich mal.
Gestern Abend hatte ich dazu eine kleine Erleuchtung, warum ich viele der Fragen eigentlich so spannend finde: Frisch trifft ab und zu eine Annahme über einen eigenen Standpunkt und formuliert die Frage demnach wie folgt: "Warum fürchten Sie das Urteil von Freunden mehr als das von Feinden?" oder "Wem gehört Ihres Erachtens beispielsweise die Luft?"
Wäre erstere Frage so formuliert: "Fürchten Sie das Urteil von Feinden oder Freunden mehr?", könnten wir uns z.B: mit Freunden in stundenlangen intellektuellen Ergüssen ergehen, in wildes Abwägen, bei dem mal hier, mal da etwas auf die Waagschale gelegt wird. Einmal zeigt die Waage zu den Feinden, dann zu den Freunden. Schliesslich wäre man so erschöpft, man könnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Um zum Thema zu kommen: Heute verwickle ich mich in eine durch und durch spannende Diskussion, in die Frisch auch reinspielt.
Zum Beispiel hatte ich vor etwas mehr als einem Jahr sehr mit mir gehadert, ob ich in der Ergon bleiben soll – mässig spannende Arbeit, teilweise mühsame Chefs, dafür viel Lohn und fast freie Arbeitszeiteinteilung. Ich habe mir immer und immer wieder die Frage gestellt: "Ergon oder nicht Ergon?" und mich – vorhersehbar – in lange innere Diskussionen verlaufen.
Irgendwann plötzlich hat die Frage gelautet: "Warum ist mir Geld so wichtig?", mit der Annahme, dass mir offenbar Geld so wichtig ist, dass ich dort bleibe. Dank dieser Annahme musste ich nicht mal meinen Kopf bemühen – es war einfach klar, ich konnte reflexartig sagen: "Wie? Geld ist mir gar nicht wichtig, ich will einfach etwas machen, das mir wirklich etwas bedeutet."
Im Nachhinein kann man nur den Kopf über sich selbst schütteln. Warum, warum nur brauchte ich so lange? Ich denke mittlerweile, im Innersten wissen wir alle, was wir wirklich wollen. Es fällt einem nur manchmal schwer, es einem zuzugestehen. Oder man fragt sich die falschen Fragen. Und die Zeit verstreicht, und man dreht sich im Kreis. Schlimmstenfalls entscheidet man sich am Schluss für die passive Lösung. Die passive Lösung muss nicht immer die einfachste oder die kopfmässig logischste Lösung sein. Die passive Lösung ist die, bei der man einfach nichts tut, auf der man dahinrutscht, in die man hineinschlittert, einfach oder schwierig. Die ich-lüge-mich-an-, die ich-mache-mir-was-vor-Lösung. Gut meinende Freunde unterstützen einem meist. Ich habe mir auch gut zureden lassen, bin doch ein Jahr länger geblieben...
Überzeugt in den Spiegel schauen zu können, mit allen Nach- und Vorteilen einer Lösung leben zu können, im Wissen, man trägt die Verantwortung alleine: Das bedeutet es, zu leben.
Seid wahrlich ehrlich zu euch selbst, lasst das Gehirn ab und zu Gehirn sein und hört auf euer Herz :) Gute Nacht.
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Exemplar von Frischs Fragebogen gekauft. Wenn das Buch auch fast ausschliesslich für Männer geschrieben wurde, z.B: "Was trauen Sie der Frau nicht zu? a) Philosophie?, b) Organisation?, c) Kunst?", gefällt es mir trotzdem – auch wenn es verständlicherweise einige Frauen befremden mag. Einfach Geschlechterrollen vertauschen. Dann klappts, denke ich mal.
Gestern Abend hatte ich dazu eine kleine Erleuchtung, warum ich viele der Fragen eigentlich so spannend finde: Frisch trifft ab und zu eine Annahme über einen eigenen Standpunkt und formuliert die Frage demnach wie folgt: "Warum fürchten Sie das Urteil von Freunden mehr als das von Feinden?" oder "Wem gehört Ihres Erachtens beispielsweise die Luft?"
Wäre erstere Frage so formuliert: "Fürchten Sie das Urteil von Feinden oder Freunden mehr?", könnten wir uns z.B: mit Freunden in stundenlangen intellektuellen Ergüssen ergehen, in wildes Abwägen, bei dem mal hier, mal da etwas auf die Waagschale gelegt wird. Einmal zeigt die Waage zu den Feinden, dann zu den Freunden. Schliesslich wäre man so erschöpft, man könnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Um zum Thema zu kommen: Heute verwickle ich mich in eine durch und durch spannende Diskussion, in die Frisch auch reinspielt.
Zum Beispiel hatte ich vor etwas mehr als einem Jahr sehr mit mir gehadert, ob ich in der Ergon bleiben soll – mässig spannende Arbeit, teilweise mühsame Chefs, dafür viel Lohn und fast freie Arbeitszeiteinteilung. Ich habe mir immer und immer wieder die Frage gestellt: "Ergon oder nicht Ergon?" und mich – vorhersehbar – in lange innere Diskussionen verlaufen.
Irgendwann plötzlich hat die Frage gelautet: "Warum ist mir Geld so wichtig?", mit der Annahme, dass mir offenbar Geld so wichtig ist, dass ich dort bleibe. Dank dieser Annahme musste ich nicht mal meinen Kopf bemühen – es war einfach klar, ich konnte reflexartig sagen: "Wie? Geld ist mir gar nicht wichtig, ich will einfach etwas machen, das mir wirklich etwas bedeutet."
Im Nachhinein kann man nur den Kopf über sich selbst schütteln. Warum, warum nur brauchte ich so lange? Ich denke mittlerweile, im Innersten wissen wir alle, was wir wirklich wollen. Es fällt einem nur manchmal schwer, es einem zuzugestehen. Oder man fragt sich die falschen Fragen. Und die Zeit verstreicht, und man dreht sich im Kreis. Schlimmstenfalls entscheidet man sich am Schluss für die passive Lösung. Die passive Lösung muss nicht immer die einfachste oder die kopfmässig logischste Lösung sein. Die passive Lösung ist die, bei der man einfach nichts tut, auf der man dahinrutscht, in die man hineinschlittert, einfach oder schwierig. Die ich-lüge-mich-an-, die ich-mache-mir-was-vor-Lösung. Gut meinende Freunde unterstützen einem meist. Ich habe mir auch gut zureden lassen, bin doch ein Jahr länger geblieben...
Überzeugt in den Spiegel schauen zu können, mit allen Nach- und Vorteilen einer Lösung leben zu können, im Wissen, man trägt die Verantwortung alleine: Das bedeutet es, zu leben.
Seid wahrlich ehrlich zu euch selbst, lasst das Gehirn ab und zu Gehirn sein und hört auf euer Herz :) Gute Nacht.
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